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Rechte des Patienten

1.    RECHTE DES PATIENTEN

Medizinische Leistungen können für den Patienten lediglich mit seiner freien und informierten Zustimmung erbracht werden, sofern durch das Gesetz nicht anders festgelegt.

Der Patient hat das Recht auf medizinische Leistungen auf dem gebührenden fachlichen Niveau.

Der Patient hat bei der Erbringung der medizinischen Leistungen ferner das Recht:

  • auf die Respektierung seiner Person, eine würdevolle Behandlung, auf Rücksichtnahme und Achtung seines Privatlebens bei der Erbringung der medizinischen Leistungen im Einklang mit dem Charakter der zu erbringenden medizinischen Leistungen,
  • auf die freie Wahl des berechtigten Anbieters jener medizinischen Leistungen, die den gesundheitlichen Bedürfnissen des Patienten entsprechen, sowie der medizinischen Einrichtung, sofern durch das Gesetz oder durch andere rechtliche Vorschriften nicht anders festgelegt,
  • auf die Inanspruchnahme der Beratung seitens eines anderen als jenes Leistungsanbieters, welcher derzeit die medizinischen Leistungen erbringt, ggf. eines anderen medizinischen Mitarbeiters, was nicht gilt, wenn es sich um die Notversorgung oder um Personen handelt, die eine Freiheitsstrafe verbüßen oder sich in vorbeugender Sicherungshaft befinden,
  • auf die Bekanntmachung mit der internen Ordnung der medizinischen Einrichtung zur stationären Behandlung oder der Tagesklinik (weiter nur "interne Ordnung"),
  • auf die ununterbrochene Anwesenheit des gesetzlichen Vertreters, ggf. der seitens des gesetzlichen Vertreters benannten Person, des Pflegeelternteils oder einer anderen Person, deren Fürsorge der Patient auf der Grundlage der Entscheidung eines Gerichtes oder eines anderen Organs anvertraut wurde, sofern es sich um einen minderjährigen Patienten handelt,
  • auf die ununterbrochene Anwesenheit des Betreuers (Kurators), ggf. der seitens des Betreuers benannten Person, wenn es sich um einen in seiner Mündigkeit eingeschränkten Patienten handelt, der die Erbringung der medizinischen Leistungen, ggf. die Konsequenzen dieser Behandlung nicht zu beurteilen vermag (weiter nur "eingeschränkt mündiger Patient"),
  • auf Anwesenheit einer nahestehenden Person oder einer vom Patienten bestimmten Person, und zwar im Einklang mit anderen rechtlichen Vorschriften und mit der internen Ordnung, sofern die Anwesenheit dieser Personen die Erbringung der medizinischen Leistungen nicht beeinträchtigt, was nicht gilt, wenn es sich um Personen handelt, die eine Haftstrafe, eine Freiheitsstrafe verbüßen oder sich in vorbeugender Sicherungshaft befinden,
  • auf die vorherige Information bzgl. des Preises der zu erbringenden medizinischen Leistungen, die seitens der öffentlichen Krankenversicherung nicht oder nur teilweise erstattet werden, sowie bzgl. der Art ihrer Erstattung, sofern es sein gesundheitlicher Zustand ermöglicht,
  • auf Kenntnis des Vornamens, des Namens der medizinischen Mitarbeiter und der sonstigen Fachkräfte, die an der Erbringung der medizinischen Leistungen direkt beteiligt sind, und jener Personen, die sich beim Leistungsanbieter auf die Ausübung eines medizinischen Berufes vorbereiten und bei der Erbringung der medizinischen Leistungen anwesend sind bzw. Tätigkeiten im Rahmen der Ausbildung verrichten,
  • auf Ablehnung der Anwesenheit jener Personen, die an der Erbringung der medizinischen Leistungen nicht direkt beteiligt sind, sowie der in der medizinischen Ausbildung befindlichen Personen,
  • auf den Empfang von Besuchen in der stationären medizinischen Einrichtung oder in der Tagesklinik, und zwar unter Berücksichtigung seines gesundheitlichen Zustandes und im Einklang mit der internen Ordnung sowie in einer Weise, welche die Rechte der sonstigen Patienten nicht verletzten werden, sofern dieses Gesetz oder eine andere rechtliche Vorschrift nichts anderes festlegt,
  • auf Entgegennahme geistlicher Betreuung und seelsorgerischer Unterstützung seitens der in der Tschechischen Republik registrierten Kirchen und Religionsgemeinschaften oder von mit der Ausübung der seelsorgerischen Tätigkeit beauftragten Personen (weiter nur "Geistliche") im Einklang mit der internen Ordnung der medizinischen Einrichtung mit stationärer Behandlung oder der Tagesklinik, sofern die Rechte der anderen Patienten hierdurch nicht verletzt werden, sowie unter Berücksichtigung seines gesundheitlichen Zustandes, sofern durch eine andere rechtliche Vorschrift nicht anders festgelegt; der Besuch des Geistlichen darf dem Patienten in Fällen der Gefährdung seines Lebens oder einer ernsthaften gesundheitlichen Schädigung nicht verweigert werden, sofern durch eine andere rechtliche Vorschrift nicht anders festlegt,
  • auf Erbringung der medizinischen Leistungen in einer möglichst wenig einschränkenden Umgebung unter Gewährleistung der Qualität und der Sicherheit der zu erbringenden medizinischen Leistungen.
  • Ein eingeschränkt mündiger oder ein minderjähriger Patient kann verlangen, dass der gesetzliche Vertreter bzw. die vom gesetzlichen Vertreter benannte Person, der Betreuer, der Pflegeelternteil, ggf. die vom Betreuer benannte Person oder eine andere Person, deren Fürsorge der Patient auf der Grundlage der Entscheidung eines Gerichts oder eines anderen Organs anvertraut wurde, bei der Erbringung der medizinischen Leistungen nicht anwesend sind, sofern der Patient anführt, dass es sich um eine Person handelt, die ihn peinigt oder anders missbraucht oder vernachlässigt.
  • Ein Patient mit einer Sinnesbehinderung oder mit schweren Kommunikationsproblemen aus gesundheitlichen Gründen hat, auch im Falle des Dolmetschens aus einer Fremdsprache, mit Ausnahme der slowakischen Sprache, bei der Kommunikation im Zusammenhang mit der Erbringung der medizinischen Leistungen das Recht, sich in einer für ihn verständlichen Weise und mit jenen Kommunikationsmitteln zu verständigen, die er selbst wählt, einschließlich der auf Dolmetschleistungen durch einen Dritten basierenden Methoden.
  • Ein sinnesbehinderter oder körperlich behinderter Patient, der einen speziell ausgebildeten Hund nutzt, hat mit Rücksicht auf seinen aktuellen gesundheitlichen Zustand das Recht auf Begleitung und Anwesenheit des Hundes in der medizinischen Einrichtung entsprechend der internen Ordnung, wobei die Rechte der anderen Patienten nicht verletzt werden dürfen, sofern durch ein andere rechtliche Vorschrift nichts anders festlegt. Unter einem speziell ausgebildeten Hund ist für die Zwecke des ersten Satzes ein Führungshund oder ein Assistenzhund zu verstehen.

2.    PFLICHTEN DES PATIENTEN

  • Der Patient hat sich mit einem Identitätsausweis (Personalausweis oder Reisepass) auszuweisen und die Versicherungskarte vorzulegen.
  • Der Patient hat die schriftliche informierte Zustimmung zur stationären Behandlung und zur Gewährung von Informationen zu unterzeichnen. Dort, wo es seitens der medizinischen Einrichtung verlangt wird, hat er die informierte Zustimmung zur Erbringung der medizinischen Leistungen zu unterzeichnen. Die Liste der für diese Bestimmung relevanten Leistungen ist auf der Homepage des Krankenhauses veröffentlicht.
  • Er ist verpflichtet, den medizinischen Mitarbeiter über seinen gesundheitlichen Zustand und über die von ihm eingenommenen Medikamente zu informieren.
  • Er ist verpflichtet, höflich zu verhalten, den Weisungen der medizinischen Mitarbeiter und sonstiger MMN-Mitarbeiter Folge zu leisten, die Grundsätze des bürgerlichen Zusammenlebens und der guten Sitten zu wahren und die Privatsphäre der anderen Patienten zu respektieren.
  • Er ist verpflichtet, den diensthabenden medizinischen Mitarbeiter über jede wesentliche Änderung seines gesundheitlichen Zustands oder über jedes eintretende unerwünschte Ereignis zu informieren, wie z.B. Unfall, Anfall, und zwar auch in Bezug auf andere Patienten, wenn er Zeuge eines solchen Ereignissen wird.
  • Die Patienten, ihre Begleitung sowie ihre Besuche sind verpflichtet, die Weisungen aller medizinischen Mitarbeiter zu beachten und sich hiernach zu richten. Die Missachtung der Weisungen des medizinischen Mitarbeiters stellt eine grobe Verletzung der internen Ordnung der medizinischen Einrichtung dar und ist ein Grund der vorzeitigen Beendung der Behandlung.
  • Er ist verpflichtet, den behandelnden Arzt und die weiteren medizinischen Mitarbeiter über Erkrankungen, an denen er leidet, über die Arzneimittel, die er einnimmt, wahrheitsgemäß und vollständig zu informieren und keine Medikamente ohne Zustimmung des behandelnden Arztes einzunehmen.
  • Er hat das festgelegte Behandlungsregime einzuhalten.
  • Im Krankenhaus (MMN) dürfen die Patienten keine alkoholischen Getränke, Narkotika und keine Medikamente benutzen, die der behandelnde Arzt nicht verschrieben hat.
  • Sofern aus schwerwiegenden Gründen, zum Beispiel Verletzung u. Ä., keine Hindernisse bestehen, hat sich der Patient für die ambulante Untersuchungen anzumelden bzw. die Empfehlung des Hausarztes oder eines anderen Facharztes vorzulegen.
  • Der Patient ist verpflichtet, den Preis der medizinischen Leistungen gemäß der aktuellen Preisliste des MMN zu erstatten, die nicht von der öffentlichen Krankenversicherung getragen werden, ggf. eine Vorauszahlung für die Erbringung dieser medizinischen Leistungen zu leisten. Bei minderjährigen Personen sind die gesetzlichen Vertreter für die Erfüllung dieser Erfordernisse verantwortlich.
  • Er ist verpflichtet, das Personal über das beabsichtigte Verlassen der Abteilung zu informieren, z.B. zur Kantine, mit dem Besuch.
  • Im Falle eines Brandes hat er sich nach der Brandschutzordnung zu richten, die in der Abteilung öffentlich ausgehängt ist.
 
 
Projekt Implementierung von der CAF in Jilemnice

Projekt "Implementierung von der CAF in Jilemnice" Nummer: CZ. 1.04/4.1.01/53.00038. Dieses Projekt wird mit Hilfe von ESF durch das Operationsprogramm Humanressourcen und Beschäftigung und den Staatshaushalt der Tschechischen Republik finanziert. Dank des Projekts erwarb Masaryk-Stadtkrankenhaus in Jilemnice 2011 diese Web-Seiten.